Schädelbasis- und Orbitalchirurgie

Mit zunehmender Verbesserung der bildgebenden Diagnostik kommt der Schädelbasis-Chirurgie eine immer größere Bedeutung im Gebiet der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde zu.

Typische - vielfach interdiziplinär durchzuführende - Eingriffe stellen im Bereich der Oto- oder Laterobasis chirurgische Behandlungen bei schweren chronischen Entzündungen oder Tumoren des Felsenbeins dar. Zur letztgenannten Erkrankungsgruppe zählt unter anderem die Gruppe der Paragangliome. Je nach Ursprung und Ausdehnung handelt es sich im Bereich der Laterobasis vor allem um Glomus tympanicum Tumore oder um Glomus jugulare Tumore.

Die Rhino- oder Frontobasischirurgie betrifft vor allem das große Gebiet der Frakturversorgung mit und ohne Duraverletzungen. Weiterhin gehört in das Gebiet der Rhinobasischirurgie die Behandlung ausgedehnter Tumore meistens des Nasennebenhöhlensystems, die die knöcherne Frontobasis arrodiert oder durchbrochen haben und sich teilweise nach endokraniell fortsetzen.

Das Gebiet der Orbitachirurgie wird von uns ebenfalls interdiziplinär durchgeführt. Hierbei handelt es sich vor allem um die Chirurgie von Orbitatumoren, um die Dekompression bei endokriner Orbitopathie und um die Dekompression des Nervus opticus bei zumeist traumatisch bedingter Visusminderung oder bei Visusverlust.

 
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